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Erklärung zu den Preisen von Atlantischem Lachs 2 Minuten

  Jul 08, 2019

Nur sehr wenige Fisch- und Meeresfrüchteprodukte können mit der internationalen Nachfrage nach Lachs mithalten. Nach Angaben der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) ist der Handel mit Lachs seit 1976 wertmäßig um durchschnittlich 10 % pro Jahr gestiegen, und seit 2013 ist der Lachs wertmäßig der größte Fisch-Rohstoff.

Angetrieben wurde dieses signifikante Wachstum teilweise durch das steigende Einkommen und die Urbanisierung in den aufstrebenden Märkten, insbesondere in Teilen Asiens. Die große und wachsende Verbraucherbasis von Lachs blieb aber auch in den großen entwickelten Märkten, darunter der EU, den Vereinigten Staaten und Japan, erhalten. Der Atlantische Lachs aus Aquakultur, vor allem aus Norwegen, Chile, Schottland und Kanada, wird heutzutage am häufigsten konsumiert.

Schätzungen zufolge wurden 2018 rund 2,1 Millionen Tonnen Atlantischer Lachs gefangen, was etwas mehr als 1,4 Millionen Tonnen Lachsprodukten entspricht, die auf den Weltmärkten angeboten werden.

UNGLEICHGEWICHT ZWISCHEN ANGEBOT UND NACHFRAGE

Die enorme Zunahme der Attraktivität dieses Fisches ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen, und zwar nicht zuletzt auf die internationalen Werbekampagnen, durch die etablierte Lachsmärkte aufgebaut und neue Märkte erschlossen werden konnten, und die vielen neuen Konsumgüter aufgrund von größeren Investitionen in anspruchsvolle, wertsteigernde Produktionslinien.

In der EU, dem größten Markt für Atlantischen Lachs, wird erwartet, dass die Verkäufe in den relativ neuen Märkten, Spanien, Deutschland und Italien, in denen der Verbrauch den steigenden Importen entsprechend ansteigt, zunehmen werden. Die USA sind der zweitgrößte Markt für gezüchteten Lachs, und obwohl dieser Markt mit einem niedrigeren Pro-Kopf-Verbrauch noch relativ neu ist, hat der Lachs in den letzten Jahren den Thunfisch in Dosen überholt und steht nun nach den Garnelen an zweiter Stelle in der Kategorie Fisch und Meeresfrüchte. Wie Pittman Seafoods bereits in einem früheren Artikel geschrieben hat (siehe „Ein weltweit bekannter Fisch: Die Beliebtheit des Atlantischen Lachses hält an“), werden die meisten neuen Lachskonsumenten voraussichtlich aus Schwellenländern wie China und Brasilien kommen.

Jedoch gibt es auch mit dem Atlantischen Lachs einige Schwierigkeiten. Den Lachszüchtern ist es nämlich noch nicht gelungen, das Angebotswachstum auf das gleiche Niveau wie die steigende weltweite Nachfrage zu bringen. Dadurch sind die Preise noch nie so gestiegen, wie in jüngster Zeit.

DIE NEUE NORM

Zwischen 2005 und 2017 stieg das weltweite Angebot an Atlantischem Lachs jährlich um rund 5 %. Dies wird voraussichtlich bis 2021 auf 4 % zurückgehen. Der Grund für diesen Rückgang ist, dass die Lachszuchtindustrie auf einem Niveau angelangt ist, an dem die biologischen Grenzen erreicht sind. Gleichzeitig wollen die Behörden, dass die Umweltbelastung dieser Zucht reduziert wird und erteilen daher nur zögernd zusätzliche Zuchtgenehmigungen.

Die Lachspreise steigen seit einigen Jahren stärker als die Preise der meisten anderen Proteine, die wir verzehren, wobei die Exporte/Importe im vergangenen Jahr zwischenzeitlich bei über 7,20 € pro kg lagen. Aufgrund der Nachfrage erwarten Analysten, dass ein Preis von 6,15 € die neue Norm sein wird. Das ist doppelt so hoch wie der Preis von vor zehn Jahren.

Einige Interessengruppen haben auch erklärt, dass wenn der hohe Preistrend weiter anhält, es zu einem gewissen Marktwiderstand und sogar zu einem Rückgang kommen könnte. Dadurch könnte der Atlantische Lachs möglicherweise durch alternative Fischarten oder durch andere Produkte als Fisch und Meeresfrüchte ersetzt werden. Es wird jedoch angenommen, dass es einige Jahre dauern würde, bis sich drastische Veränderungen zeigen.

ALTERNATIVE PRODUKTION

Um die Herausforderung der Versorgung zu bewältigen, haben die Lachsproduzenten versucht, die Produktion entlang anderer für die Zucht geeigneter Küstenlinien zu steigern. Da es aber nur wenige Standorte gibt, die zudem weit auseinanderliegen und nur bescheidene zusätzliche Angebotsmengen ermöglichen, werden beachtliche Neuinvestitionen in eine Reihe von Anlagen an Land und an der Küste getätigt, die vollständig eingeschlossen oder unter Wasser liegen.

Auch hier werden die ersten dieser Anlagen erst in einigen Jahren Endprodukte auf den Markt bringen, die Investitionen zeigen aber, dass es in der Lachsindustrie eine Entschlossenheit gibt, die Fänge zu steigern und weiterhin neue Marktchancen zu nutzen. Dies wiederum sollte letztendlich zu einer Senkung der Preise führen.


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