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Wie der Fisch- und Meeresfrüchtesektor die Kunststoffkrise angeht 2 Minuten

  Sep 29, 2020

Die COVID-19-Pandemie beherrscht nach wie vor unser direktes Denken und Handeln. Es ist aber noch gar nicht so lange her, dass die Plastikverschmutzung das große Thema in der Gesellschaft war, wobei die Herausforderung weltweit beträchtliche Bestürzung hervorrief – insbesondere in Bezug auf die Gefahren, die weggeworfene Kunststoffe für die Gesundheit der Ozeane darstellen.

Die meisten von uns sind sich dieser wachsenden und allgegenwärtigen Krise bewusst, nachdem diese 2019 durch die Serie „Unser blauer Planet II“ von Sir David Attenborough ins öffentliche Bewusstsein gedrungen ist, und über die Statistiken entsetzt: 8 Millionen Tonnen Plastik landen jedes Jahr in den Ozeanen und rund 1 Million Seevögel und 100.000 Säugetiere sterben durch die Aufnahme von Plastik. Dies sind nur einige der erschreckenden Zahlen, die zusammen mit eindringlichen Bildern seither in allen Medien weit verbreitet sind.

Glücklicherweise hat diese wachsende Menge an Beweisen zusammen mit einem immer stärker werdenden öffentlichen Engagement zu einer steigenden Anzahl von Rettungsinitiativen geführt – neue Strategien, die darauf abzielen, das Blatt hinsichtlich der Verschmutzung der Ozeane durch Plastik auf die eine oder andere Weise zu wenden. Der Fisch- und Meeresfrüchtesektor spielt bei vielen dieser Bemühungen eine bedeutende Rolle.

GEISTERNETZE

Es ist wichtig, klarzustellen, dass Kunststoffe für die Fisch- und Meeresfrüchteindustrie von entscheidender Bedeutung sind: von den Netzen, Leinen, Eimer und Seilen, die für den Fisch- und Meeresfrüchtefang notwendig sind, aber nur eine Lebensdauer von sechs Monaten haben, wenn sie stark beansprucht werden, bis hin zu den Einwegverpackungen, wodurch die Produkte frisch gehalten werden. Die Entsorgung dieser Materialien stellt jedoch ein Problem dar. Daher gibt es eine wachsende Anzahl von Start-ups, die ausgediente Fischereiausrüstung in nützliche neue Produkte und Materialien umwandelt. Gleichzeitig werden innovative Verpackungslösungen eingeführt, um den Plastikverbrauch und den Abfall zu reduzieren.

Man geht davon aus, dass jedes Jahr mindestens 640.000 Tonnen an Fischereiausrüstung in unseren Ozeanen verloren gehen oder zurückgelassen werden und dass ein Großteil dieser sogenannten „Geisternetze“ aus Kunststoffen besteht. Alle Kunststoffe in den Ozeanen sind schädlich und stellen eine Bedrohung für die Meeresflora und -fauna dar, aber diese verloren gegangene Fischereiausrüstung wird durch die Gezeiten und mit den Strömungen weitergetragen, wodurch weiterhin Fische, Krustentiere, Seevögel und Meeressäugetiere gefangen und Riffe sowie Meeresböden beschädigt werden.

Die 2015 ins Leben gerufene Global Ghost Gear Initiative (GGGI) steht bei der Lösung dieses besonderen Problems ganz weit oben und führt die Fischereiindustrie, Unternehmen, NGOs, Wissenschaftler und Regierungen zusammen, um sich auf die Lösung des Problems verloren gegangener und zurückgelassener Fischereiausrüstung auf der ganzen Welt zu konzentrieren.

Weltweit gibt es auf lokalerer Ebene mehrere Projekte, bei denen einige Fischer nach Abfall fischen und andere die Entfernung von Geisterausrüstung aus dem Meer zum Ziel haben.

Pittman Seafoods sah die Möglichkeit, einen sinnvollen und lustigen Beitrag zu diesen Bemühungen zu leisten, und verwandelt nun alte Fischernetze in Socken. Diese Socken werden ausschließlich aus dem regenerierten Nylon ECONYL hergestellt und bei unseren Veranstaltungen, Kundenbesuchen und Handelsmessen verteilt.

EUROPÄISCHE MASSNAHMEN

Da man schätzt, dass die Kunststoffe 85 % der Abfälle in EU-Gewässern ausmachen, hat das Europäische Parlament im vergangenen Jahr die Richtlinie zu Einwegkunststoffen verabschiedet. Diese neuen Regelungen sollen zum einen die zehn Produkte aus Kunststoffen in Angriff nehmen, die am häufigsten an europäischen Stränden gefunden werden, einschließlich der 27 %, die auf kommerzielle Fischereiausrüstung entfallen, und fördern zum anderen den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft und einem nachhaltigen Ressourcenmanagement.

Plastic pollution fish

Die Richtlinie ist ein wichtiger Teil der umfassenderen EU-Kunststoffstrategie, die darauf abzielt, dass bis 2030 sämtliche Kunststoffverpackungen auf dem EU-Markt wiederverwendbar und recycelbar sind. In diesem Zusammenhang wird im Dezember 2024 das Konzept der „erweiterten Herstellerverantwortung“ eingeführt, demzufolge die betreffenden Unternehmen die Kosten für die Sammlung, den Transport und das Recycling von Fischereiausrüstung aus Kunststoff übernehmen müssen.

Während wir uns also nach wie vor an einem kritischen Punkt in Bezug auf den Schutz unserer Ozeane befinden, zeigen die deutliche Einstellungsänderung zu den Meeren und alle laufenden oder geplanten positiven Maßnahmen, dass sich das Blatt im Krieg gegen die Kunststoffe in den Ozeanen zu wenden beginnt.


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