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Das CATCH-System in seiner gesamten Komplexität – ganz ohne Aufwand 2 Minuten

  Aug. 07, 2026

Seit Januar 2026 muss jede Lieferung von Fisch und Meeresfrüchten aus Wildfang, die in die Europäische Union gelangt, das CATCH-System durchlaufen, die neue digitale Plattform der EU für Fangbescheinigungen. Für die Branche ist diese Entwicklung ein echter Fortschritt: durch die bessere Rückverfolgbarkeit, strengere Kontrollen gegen den Betrug mit Fisch und Meeresfrüchten und die illegale Fischerei sowie ein einheitliches Standardverfahren zur Überprüfung der tatsächlichen Herkunft von Fisch und Meeresfrüchten.

Auch wenn die Handhabung komplex ist, haben wir es bei Pittman Seafoods zu unserer Aufgabe gemacht, diese Komplexität zu bewältigen, damit sich für Sie nichts verändert.

Das System im Überblick

CATCH ersetzt den weitgehend papierbasierten Prozess, mit dem Importeure ihre Fangbescheinigungen bislang eingereicht und validiert haben, mit Angaben dazu, wo und von wem der Fisch gefangen und ob er legal angelandet wurde. Seit Januar 2026 werden alle Daten in einer zentralen EU-Datenbank erfasst, sodass Behörden in allen Mitgliedstaaten dieselben Informationen überprüfen können.

Pittman Seafoods importiert TK-Fisch und TK-Meeresfrüchte aus verschiedenen Ländern außerhalb der EU, darunter Kanada, Vietnam, Chile und Norwegen und wickelt jedes Jahr etwa 250 Containerladungen (fast 6.000 Tonnen) ab. Der Großteil dieser Lieferungen unterliegt den Vorgaben des CATCH-Systems.

Wie Kathleen Van der Perren, Supply-Chain-Planerin bei Pittman, erläutert, zielt CATCH darauf ab, die Transparenz zu verbessern, Möglichkeiten des Betrugs sowie illegale, undokumentierte und unregulierte Fischerei (IUU-Fischerei) zu unterbinden. Nach eigenen Angaben der EU soll CATCH „einen vollständig digitalisierten und papierlosen Arbeitsablauf bieten“, der „die Verwaltungsverfahren vereinfacht und beschleunigt“.

Und sie fügt hinzu, dass das digitale System es den Behörden im Vergleich zu den früheren Papierunterlagen, die „anfälliger für Fehler und Betrug“ waren, ermöglicht, „Daten effizienter [und] konsistenter abzugleichen“, da standardisierte Daten die Rückverfolgbarkeit verbessern.

 

Was die Komplexität ausmacht

CATCH verlangt ein hohes Maß an Detailgenauigkeit, bis hin zu jedem einzelnen Schiff, das den Fisch angelandet hat. Viele Informationen müssen nach wie vor händisch eingegeben werden, was Raum für menschliche Fehler lässt. Bereits eine kleine Unstimmigkeit reicht aus, um die gesamte Lieferung aufzuhalten. Hinzukommt, dass Exporteure aus Nicht-EU-Ländern nicht verpflichtet sind, das System zu nutzen, sodass die Aufgabe der Dateneingabe zu einem großen Teil bei den EU-Importeuren verbleibt.

„Man benötigt mehr Zeit, um seine Container für die Zollfreigabe bereit zu machen“, so Van der Perren, „denn das Dokument muss zunächst im CATCH-System validiert werden, und erst danach können Sie mit Ihrem Container zum Zoll fahren – vorher geht es nicht.“

Pittmans proaktiver Ansatz

Genau hier macht unser proaktiver Ansatz den Unterschied. Wir warten nicht auf die Ankunft der Container und reagieren erst dann, sondern wir arbeiten vorausschauend.

Das heißt, wir fordern für jeden Container mindestens sieben Tage vor der voraussichtlichen Ankunftszeit den vollständigen Satz an Dokumenten an und prüfen diese gründlich. Unser Agent bearbeitet diese am Ende eines Arbeitstages, wenn es ruhiger ist, sodass die Nachverfolgung präzise erfolgt, ohne den täglichen Betrieb zu stören.

Ein aktuelles Beispiel hat deutlich gezeigt, warum dies so wichtig ist. Während einer Vorabprüfung haben wir festgestellt, dass gewisse CATCH-Angaben nicht vollständig mit den Anforderungen übereinstimmten. Da dies frühzeitig bemerkt wurde, waren wir in der Lage, die Korrekturen mit dem Lieferanten abzustimmen und zwar noch bevor der Container den Hafen erreichte. So konnten Verzögerungen bei der Ankunft vermieden werden.

Diese proaktive Vorgehensweise wenden wir auf jede Importladung an. Dadurch können sogar Container mit kurzer Transitzeit – wie unsere Hummerlieferungen, die lediglich 14 bis 18 Tage unterwegs sind und nahezu keinen Spielraum für Korrekturen bei ihrer Ankunft haben – ohne Störung weiterfahren.


Fazit

CATCH ist ein anspruchsvolles System, an das sich die Branche noch anpassen muss. Wir sind davon überzeugt, dass es letztendlich genau das liefern wird, was die Regulierungsbehörden anstreben: echte Transparenz und Rückverfolgbarkeit, einen schweren Schlag gegen die IUU-Fischerei, bessere Informationen für Verbraucher und ein Ende des Betrugs mit Fisch und Meeresfrüchten.

Um die damit einhergehende Komplexität kümmern wir uns. Durch sorgfältige Dokumentenprüfungen, eine enge Zusammenarbeit mit Zollagenten und Lieferanten sowie einen konsequent proaktiven Ansatz sorgen wir dafür, dass Ihre Bestellung pünktlich und vollständig bei Ihnen eintrifft, ganz ohne lästigen Papierkram.


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