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Pittman Seafoods trägt zur Zukunft der Meeresalgenindustrie in Europa bei 4 Minuten

  Juli 02, 2025

Pittman Seafoods zeigte sich erfreut über die Möglichkeit, an einer neuen EU-Initiative teilzunehmen, die darauf abzielt, die Produktion und den Verzehr von Meeresalgen europaweit zu fördern.

Das Projekt

Das dreijährige Projekt, mit dem Namen I3-4-SEAWEED, bringt insgesamt 16 Partner aus Portugal, Belgien, den Niederlanden, Spanien, Irland und Deutschland zusammen, mit dem Ziel, nachhaltiges Wachstum und Innovationen in der noch jungen europäischen Algenindustrie voranzutreiben.

Der kooperative Projektansatz zwischen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), Universitäten, Technologiezentren und Industrieclustern soll Algenunternehmen dabei unterstützen, zu wachsen und Marktreife zu erlangen. Die Initiative setzt auf einen transnationalen Wertschöpfungsprozess aus nachhaltigen Anbaumethoden und biotechnologischen Anwendungen.

Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts ist die Entwicklung von Investitionsvorhaben, die die Verwendung von Meeresalgen in der Lebensmittel-, Bio-Düngemittel- und Kosmetikindustrie umfassen. Pittman Seafoods wird dabei eine führende Rolle im Lebensmittelbereich übernehmen.

Die im Rahmen von I3-4-SEAWEED gebotene Unterstützung setzt sich aus unterschiedlichen Faktoren zusammen: Kapazitätsaufbau, Vorführungen, technische Unterstützung und Geschäftspartnervermittlung (Matchmaking) sowie die Entwicklung von Markteinführungsstrategien, die auf die Bedürfnisse des einzelnen Projektträgers zugeschnitten sind.

Der Projektansatz

Algen werden zunehmend als nachhaltiger und erneuerbarer Rohstoff angesehen, der in einer Vielzahl von Anwendungen eingesetzt werden kann, von Lebensmitteln und Kosmetika, bis hin zu Biokunststoffen und Arzneimitteln. Das Potenzial des Rohstoffs etwa für die Regenerierung der Küstenwirtschaft, die Reduzierung der CO2-Emissionen und die Schaffung einer gesünderen Ernährung, ist beträchtlich.

Demgegenüber sind Produkte auf Algenbasis in Europa noch nicht sehr bekannt. Daher wird I3-4-SEAWEED regionale Sensibilisierungskampagnen starten, um das Potenzial sowie die Innovationschancen in diesem Bereich offenzulegen.

Als Teil des Projekts werden Kooperationstreffen mit führenden Branchenvertretern, einschließlich Pittman Seafoods, stattfinden und es werden Fallstudien zur Akzeptanz von Algenprodukten durchgeführt, die dazu beitragen, die Chancen in der jeweiligen Branche zu veranschaulichen.

Meeresalgen als Teil der Fischwirtschaft

Im Rahmen des Fisch- & Meeresfrüchtebereichs wird Pittman Seafoods gemeinsam mit Forschungspartnern neue Technologien für die Verarbeitung und Produktion von Meeresalgen entwickeln.

Der Schwerpunkt dieses Themas liegt in der Entwicklung einer Markteintrittsstrategie zur Lieferung von gefrorenen und getrockneten Meeresalgen für die Lebensmittelindustrie. Die beteiligten Partner wollen sicherstellen, dass Produkte aus Meeresalgen den Qualitäts- und Sicherheitsstandards und Marktanforderungen entsprechen sowie über ein nachweislich dokumentiertes Anwendungspotenzial verfügen, damit sie sich erfolgreich in verschiedene Lebensmittelprodukte integrieren lassen.

Die Beteiligten werden ferner ermitteln, wie sie eine stabile Marktversorgung mit hochwertigen Meeresalgen sicherstellen können, die europäischen Standards genügen. Aktuell steckt die europäische Meeresalgenproduktion noch in den Kinderschuhen im Vergleich zu Asien, das über 95 Prozent der weltweiten Produktion auf sich vereint.

Pittman Seafoods wird hier die Maßnahmen zur Erfassung und Sicherung der Qualität der verschiedenen Algenlieferanten leiten. Dazu werden zunächst die Lieferanten mit dem größten Potenzial im Hinblick auf Algenart, Ruf, Erfahrung und geografischer Lage identifiziert. Daran anschließend erfolgt eine Bewertung der ernährungsphysiologischen, technofunktionellen und sensorischen Eigenschaften der jeweiligen Proben.

Außerdem werden spezifische Qualitätsstandards in Bezug auf die chemische Zusammensetzung, den Feuchtigkeitsgehalt und die Abwesenheit von Schadstoffen festgelegt, die alle Lieferanten erfüllen müssen. Im weiteren Verlauf sollen regelmäßige Audits und Inspektionen der Lieferanten gewährleisten, dass diese die festgelegten Qualitätsstandards auch einhalten.

Pittman Seafoods arbeitet dabei mit den belgischen Universitäten KU Leuven und VIVES zusammen, um sicherzustellen, dass die chemischen und biologischen Inhaltsstoffe der Algen im Einklang mit europäischen Sicherheitsrichtlinien sind. Dazu wird in Zusammenarbeit mit akkreditierten Labors regelmäßig auf chemische Verunreinigungen, Schwermetalle, Pestizide und andere potenzielle Gefahren getestet, damit Proben, die die Anforderungen erfüllen, zertifiziert werden können.

In der Produktion werden die Partner die Lieferanten gleichzeitig dazu anhalten, nachhaltige Anbaumethoden für Algen einzuhalten, die das Kontaminationsrisiko minimieren und das ökologische Gleichgewicht der Meeresökosysteme aufrechterhalten.

Pittman Seafoods wird ebenfalls daran mitwirken, dass die Verarbeitung von Algen in Bezug auf Farbe, Textur und Geschmack den Anforderungen des europäischen Marktes entspricht. Dies wird helfen, die Lieferanten darüber zu informieren, wie sie die Behandlung der Algen nach der Ernte darauf ausrichten können.

Untersuchungen zu Verarbeitungs- und Verpackungsmöglichkeiten werden dazu beitragen, Investitionen in moderne Verarbeitungsanlagen und -einrichtungen zu sichern, mit denen große Mengen an Algen effizient verarbeitet werden können, ohne Abstriche bei der Qualität. Außerdem können Schulungen für Mitarbeitende zu den richtigen Handhabungs-, Verarbeitungs- und Verpackungstechniken organisiert werden.

Anschließend wird sich Pittman Seafoods an der Entwicklung einer Markteinführungsstrategie für Algen in der Lebensmittelindustrie beteiligen, wobei der Schwerpunkt zunächst auf den Benelux-Ländern liegen wird.

Foto: Tom Robbens (fünfter von links) während einer I3-4-SEAWEED-Sitzung.

Weitere Elemente der Initiative sind: die Zusammenarbeit mit Köchen, um potenzielle Anwendungsmöglichkeiten für Meeresalgen aufzudecken, die Zusammenstellung erfolgreicher Fallstudien und Erfahrungsberichte sowie die Organisation von Workshops und Seminaren, um Lebensmittelunternehmen zu inspirieren, Meeresalgen in ihre Produkte zu integrieren.

„Unsere Teilnahme am Projekt I3-4-SEAWEED unterstreicht unser Engagement, eine Vorreiterrolle bei Innovationen im Bereich Meeresalgen einzunehmen und nachhaltige Praktiken für die Ernährung von morgen voranzutreiben“, so Tom Robbens, Qualitätsmanager bei Pittman Seafoods.

Fördermöglichkeiten für Dritte

Um bestehende Lücken im EU-Markt für Meeresalgen und seiner Wertschöpfungskette zu schließen, wird das Projekt I3-4-SEAWEED im September 2025 eine offene Ausschreibung für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) auf Technologiereifegrad 6 (TRL6) starten, die in den Bereichen Mikroalgen- und Makroalgenproduktion, Makroalgenbiotechnologie und nachgelagerte Anwendungen tätig sind. Wir freuen uns insbesondere über Vorschläge aus den Bereichen Kosmetik, Lebensmittel und Bio-Düngemittel, darüber hinaus sind aber auch Bewerbungen aus anderen relevanten Bereichen willkommen.

Wir werden 30 Projekte aus der EU insgesamt auswählen, die jeweils Fördermittel in Höhe von 60.000 € sowie fachliche Unterstützung über unser Kapazitätsaufbauprogramm erhalten, um ihre Innovationen skalieren zu können.

Dies wird dazu beitragen, nachhaltige Lösungen auf Algenbasis zu entwickeln und die Herausforderungen der Branche anzugehen.

Haben Sie eine innovative Idee rund um Algen? Bewerben Sie sich jetzt um 60.000 € EU-Fördermittel im Rahmen der offenen Ausschreibung des I3-4-Seaweed-Projekts – Bewerbungsfrist: 22. Oktober!
👉 Jetzt bewerben

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