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Aquafood

Wie sich Aquafutter die Kreislaufwirtschaft zu eigen macht 2 Minuten

  Jul 25, 2022

Die Aquakultur ist nicht nur eine der wichtigsten langfristigen Wachstumsbranchen für die Nahrungsmittelproduktion, sie gilt auch als bester Proteinlieferant überhaupt. Nach Angaben der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), expandiert die Aquakultur schneller als jeder andere große Nahrungsmittelbereich und wird sie bis zum Jahr 2030 voraussichtlich 89 % des für den menschlichen Verzehr bestimmten Fischs liefern. Die weltweite Produktion der Branche wird bis dahin voraussichtlich 109 Millionen Tonnen erreichen, ein Anstieg von 32 % gegenüber dem Jahr 2018.

Hindernisse am Horizont

Obwohl die Aquakultur das Potenzial hat, die Lücke zwischen dem Angebot und der steigenden Nachfrage nach Fischen und Meeresfrüchten zu schließen, ist sie nicht frei von Herausforderungen. Im Hinblick auf ihr langfristiges Wachstum zählen die Ressourcen, die die Aquakultur für die Herstellung von Futtermitteln verbraucht, zu den größten limitierenden Faktoren. Wir wissen zum Beispiel, dass die Fangfischerei nur begrenzte Mengen an herkömmlichen Inhaltsstoffen aus dem Meer nachhaltig produzieren kann. Das Gleiche gilt für Zutaten landwirtschaftlichen Ursprungs wie Sojabohnen.

Eine inzwischen weit verbreitete Statistik besagt, dass ein prognostizierter Anstieg der Nahrungsmittelproduktion in der Aquakultur um 30 Millionen Tonnen, mit einem zusätzlichen Bedarf von 45 Millionen Tonnen an Rohstoffen einhergeht. Das wirft die Frage auf, woher diese Rohstoffe kommen sollen?

aquafeed in hand

Innovative Formulierungen für Futtermittel

Glücklicherweise hat die Aquakultur diese Beschränkungen längst erkannt und weiß, dass sie viel mehr Nahrungsmittel produzieren muss, und zwar innerhalb sicherer Umweltgrenzwerte, was ebenfalls bedeutet, dass die Kohlenstoffemissionen nicht weiter ansteigen dürfen.

Aus Sicht der Kreislaufwirtschaft nutzt die Branche bereits Nebenprodukte und Abfälle, die in den Lieferketten bei der Produktion von Lebensmitteln für den menschlichen Verzehr anfallen. So machen beispielsweise die Abfälle aus der Fischverarbeitung etwa 35 % des in der Aquakultur verwendeten Fischmehls aus. Auch die Nebenprodukte aus der Schlachtung von Landtieren, die für den menschlichen Verzehr bestimmt sind, können zu Mahlzeiten mit hohem Nährwert verarbeitet werden.

Den neuen Raum einnehmen

Neuartige Zutaten wie Insekten- und Bakterienmehle bieten weiteres Potenzial. In der Tat hat die Forschung und Entwicklung nach solchen Inhaltsstoffen zugenommen, mit dem Ziel, neue Proteinrohstoffe und alternative Quellen für essentielle langkettige Omega-3-Fettsäuren zur Verwendung in Futtermitteln für Aquakulturen zu finden. Außerdem sind Projekte in Vorbereitung, die es beispielsweise ermöglichen, recyceltes Kohlendioxid in ein Futterprotein umzuwandeln.

Algenöle, die EPA und DHA enthalten sowie hochwertige Proteine auf der Basis verschiedener Insektenarten, die Abfallströme als Ressourcen nutzen, sind zwar noch nicht alltäglich, aber bereits jetzt im Handel erhältlich.

Diese und andere neuartige Inhaltsstoffe bieten die Möglichkeit, die Produktion von Aquafutter und Nahrungsmitteln nachhaltig zu erweitern, jedoch ist die Skalierbarkeit eine wesentliche Voraussetzung für ihre erfolgreiche, breite Nutzung. Wie die Futtermittelhersteller betonen, müssen die neuen Inhaltsstoffe nicht nur die gleichen ernährungsphysiologischen Vorteile und die gleiche Leistung in den Futterrezepturen bieten, sondern auch zu einem Preis erhältlich sein, der für die Fischzüchter tragfähig ist. Außerdem dürfen sie keine negativen Auswirkungen auf die Umwelt oder die Gesellschaft als Ganzes haben.

Aus dem stetigen Strom von Ankündigungen aus der Branche wird deutlich, dass viel getan wird, um diese Anforderungen zu erfüllen.


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