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Aquacultuur

Wie die Aquakultur schrittweise die Erwartungen des Marktes erfüllt 2 Minuten

  Dez 22, 2020

Die Aquakultur gilt zu Recht als einer unserer führenden Sektoren im Bereich der Nahrungsmittelversorgung. Sie ist nicht nur ein weitaus effizienterer Eiweißproduzent als alle Tierzuchtindustrien an Land, sondern angesichts des weltweiten Konsums von Fischen und Meeresfrüchten, der sich seit 40 Jahren auf einem starken Wachstumstrend befindet, haben Fisch- und Meeresfrüchtezüchter auch überall auf der Welt ihre Fangmengen in den letzten Jahrzehnten stark gesteigert, um die Anforderungen an die Wildfang-Fischereien zu unterstützen, von denen die meisten jetzt so viel fangen, wie ihr höchstmöglicher Dauerertrag zulässt.

Nach Angaben der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) werden heute ca. 156 Millionen Tonnen Fisch und Meeresfrüchte weltweit konsumiert, wovon 52 % aus der Aquakultur stammen. Außerdem schätzt die FAO den Gesamtverkaufswert des derzeitigen Angebots auf über 260 Milliarden US-Dollar. Und da eine rasch wachsende Bevölkerung voraussichtlich eine weitaus größere Nachfrage nach sich zieht, geht man davon aus, dass die Aquakultur bis 2030 62 % der von uns verzehrten Fische und Meeresfrüchte ausmachen wird. Das bedeutet, dass 44 Millionen Tonnen mehr an Produkten benötigt werden.

Neue Technologien einbeziehen

Um dem Status dieser Branche als wesentlicher Mitwirkender zur Welternährungssicherheit gerecht zu werden und gleichzeitig den Planeten nicht auf untragbare Weise zu belasten, hat der Sektor die Produktionsmengen durch die zunehmende Einführung neuer Technologien aktiv erhöht. Diese Innovationen werden in der gesamten Wertschöpfungskette eingesetzt – von neuartigen Inhaltsstoffen in Futtermitteln bis hin zu ausgefeilten Rückverfolgbarkeitsplattformen.

Es ist den Investoren nicht entgangen, dass unter anderem durch die Aquakultur unser zukünftiger Nahrungsmittelbedarf gedeckt werden kann und sie sicherlich auch zu einem zunehmenden Anteil am internationalen Handel mit Fischrohstoffen für den menschlichen Verzehr beitragen wird. Dieses große Interesse hat beispielsweise wiederum dazu geführt, dass neben einer bereits vielfältigen Aquakulturlandschaft zahlreiche neue, millionenschwere Zuchtanlagen an Land und an der Küste hinzugekommen sind und das Angebot an Fisch und Meeresfrüchten für die Verbraucher erweitert haben. Zudem sind viele weitere Anlagen in Planung.

Aquaculture

Vertrauen der Verbraucher

Mit dem zunehmenden Engagement der Öffentlichkeit für nachhaltige Themen, insbesondere in Bezug auf die Lebensmittel, die sie verzehrt, wird die Aquakultur immer mehr zu einem leuchtenden Beispiel bei neuen Generationen von Verbrauchern. Unabhängig davon, ob ihr Fisch von einem Fischerboot oder von einer Zuchtanlage kommt, möchten sie genau wissen, was sie essen. Insbesondere wollen sie wissen, dass sie genau das erhalten, was auf der Verpackung steht, dass der Verzehr sicher ist und dass keine sozialen oder ökologischen Risiken eingegangen wurden, um den Fisch auf ihren Teller zu bringen.

Die Verbraucher stellen nicht nur viel mehr Fragen, immer mehr Menschen möchten auch ihren Konsum von rotem Fleisch reduzieren. Der Verzehr von mehr Fisch – mit all den damit verbundenen gesundheitlichen Vorteilen – wird daher zunehmend als ein wichtiger Weg angesehen, um dieses Ziel zu erreichen.

Consumer need change

Aktuelle Referenzen

Da jüngere Generationen eine nicht so große Vorliebe für wild gefangene Fische und Meeresfrüchte wie ältere Verbrauchergruppen haben und sich mehr Gedanken über die Produktionsmethoden von Lebensmitteln machen, bietet sich für die Aquakultur, die Fische und Meeresfrüchte mit einer minimalen Umweltbelastung produzieren kann, die Möglichkeit, neue Segmente von Konsumenten zu erschließen, die häufiger Fisch und Meeresfrüchte essen. Außerdem bietet sich dadurch die Möglichkeit, Lebensmittel zu produzieren, die die Verbraucher auch tatsächlich essen möchten. Insbesondere mithilfe von Zuchtsystemen an Land können auf diese Weise viele Märkte mit einer ausreichenden Menge an lokal produziertem Fisch versorgt werden.

Durch die Aufrechterhaltung der Relevanz der Produkte für die Verbraucher, die schrittweise Einführung neuer Technologien und Innovationen, sobald sie verfügbar sind, während gleichzeitig auf Nachhaltigkeit gesetzt wird, ist es im Wesentlichen völlig klar, dass die Aquakultur in den kommenden Jahren und Jahrzehnten einen noch wichtigeren Beitrag zu unserer Ernährung und zur breiteren Fisch- und Meeresfrüchtewirtschaft leisten wird.


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