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Warum wir (mindestens) zweimal in der Woche Fisch essen sollten 2 Minuten

  Nov 18, 2019

Es wird häufig davon gesprochen, dass wir nicht genügend Fisch und Meeresfrüchte zu uns nehmen. Aber wie viel ist denn überhaupt genug? Und warum ist es so wichtig, dass wir uns bemühen, eine bestimmte Menge Fisch und Meeresfrüchte in unsere Ernährung einzubauen?

Abgesehen davon, dass der Verzehr von gut zubereiteten Fischen und Schalentieren ein wahrer Genuss ist, sind sie auch eine ausgezeichnete Quelle für hochwertiges Protein und schneiden im Vergleich zu rotem Fleisch und Geflügel sehr gut ab. Im Durchschnitt enthalten Fisch und Meeresfrüchte weniger als 2 % Fett, von denen der Großteil ungesättigte Fette sind. Fisch und Meeresfrüchte sind außerdem reich an verschiedenen Vitaminen und eine ausgezeichnete Quelle für viele wichtige Mineralstoffe, darunter Iod, Zink, Kalium und Phosphor.

Darüber hinaus stellen Fisch und Meeresfrüchte unsere Hauptquelle für die zwei langkettigen Omega-3-Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) dar, die nur in Meeresprodukten wie fettreichen und fettarmen Fischen sowie Schalentieren vorkommen. Im Grunde machen die EPA und DHA den Unterschied zu anderen Lebensmitteln aus.

Nahrung für Körper und Gehirn

Seit den 1970er Jahren wurden rund 40.000 Studien zum Nutzen von Fisch und Meeresfrüchten sowie Omega-3-Fettsäuren für die Gesundheit durchgeführt. Alle Studien haben aufgezeigt, dass EPA und DHA Entzündungen reduzieren und das Risiko für chronische Erkrankungen wie Herzkrankheiten, Krebs und Arthritis minimieren können.

Ein Drittel der wichtigsten Funktionseinheiten des menschlichen Gehirns setzt sich aus Omega-3-Fettsäuren zusammen. Aus diesem Grund sind sie auch für die Entwicklung und Versorgung von Organen wichtig sowie für das Körperwachstum und die Gesundheit der Augen. Des Weiteren legen Nachweise zunehmend nahe, dass sie bei Angst und Stress helfen können.

Es gibt keine empfohlene Standarddosis von Omega-3-Fettsäuren für das menschliche Wohlbefinden. Laut vielen Gesundheitsorganisationen ist jedoch eine tägliche Dosis von 250 bis 500 mg EPA und DHA für gesunde Erwachsene förderlich und höhere Mengen von 1 bis 2 mg sollen Gedächtnisverlust, Depressionen und Herzproblemen vorbeugen.

Eine Portion Lachsfilet aus Zuchtbetrieben von 150 mg enthält beispielsweise etwa 500 mg EPA und DHA. Dieser Rat bedeutet somit für unsere Essgewohnheiten, dass wir, um sicherzustellen, dass unser Körper die erforderliche Menge an Omega-3-Fettsäuren erhält, mindestens zwei- bis dreimal in der Woche Fisch und/oder Meeresfrüchte zu uns nehmen sollten.

Am Ziel vorbei

Einigen Verbrauchern gelingt es zwar, die empfohlene Menge Fisch in ihre Ernährung einzubauen, im Allgemeinen halten wir jedoch den Rat bei weitem nicht ein. Tatsächlich wird geschätzt, dass nur rund die Hälfte der Menschen dieses Ziel erreicht, wobei die Schwankungen zwischen den einzelnen Märkten recht hoch sind.

Laut Landwirtschaftsministerium der Vereinigten Staaten (United States Department of Agriculture, USDA) befolgt nur 1 von 10 Amerikanern den Rat, zwei Portionen Fisch und Meeresfrüchte pro Woche zu essen. Folglich nimmt ein durchschnittlicher Amerikaner nur 80 bis 90 mg der Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA pro Tag zu sich.

Besorgniserregend ist, dass jüngere Erwachsene tendenziell immer weniger Fisch und Meeresfrüchte in ihre Ernährung einbauen und der Konsum von Fisch und Meeresfrüchten bei Kindern seit mehr als einem Jahrzehnt stetig zurückgeht.

Diese Trends setzen sich trotz überzeugender Studien fort, die einen direkten Zusammenhang zwischen dem Fischkonsum bei schwangeren Frauen und der Entwicklung des Gehirns ihrer Kinder belegen. Außerdem zeigen die Studien auf, dass der Verzehr von 1 bis 3 Portionen Fisch in der Woche während der Kindheit und im Jugendalter im Zusammenhang mit vielen Vorteilen im neurokognitiven Bereich steht im Vergleich zu einer Ernährung ohne Fisch und Meeresfrüchte.

Glücklicherweise wird sich in der heutigen Zeit die Gesellschaft zunehmend der Bedeutung vernünftiger Essgewohnheiten und der grundlegenden Notwendigkeit bewusst, neben regelmäßiger Bewegung auch eine ausgewogene und vollwertige Ernährung in ihre Lebensgewohnheiten einzubeziehen.

In vielen Märkten gilt der Oktober als Fischmonat, in dem die Früchte des Meeres gewürdigt werden. Die Konsumenten sollten jedoch das ganze Jahr über und bei jeder Gelegenheit dazu angespornt werden, Fisch zu essen – für ihren Genuss und ihre Gesundheit.

Angesichts der zahlreichen Analysen, die auf eine dringende Notwendigkeit hinweisen, Brücken zu bauen und eine neue Generation von Fischessern zu inspirieren, sollte die Öffentlichkeit ständig daran erinnert werden, dass Fische und Meeresfrüchte ein Superfood sind und sich ideal für die Nahrungsmittelsicherung eignen.


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