Salmon

Mehr als nur Kopfschmerzen: Seeläuse und ihre erheblichen Auswirkungen auf die Lachszucht


Die Lachszucht ist ein sehr großes Geschäft. Die Branche, die eines der beliebtesten Proteine der Welt liefert, ist in den letzten 25 Jahren mit...
Mehr lesen

Plastic crisis ocean

Wie der Fisch- und Meeresfrüchtesektor die Kunststoffkrise angeht


Die COVID-19-Pandemie beherrscht nach wie vor unser direktes Denken und Handeln. Es ist aber noch gar nicht so lange her, dass die...
Mehr lesen

Korean snow crab

Koreas süß schmeckender Riese aus der Tiefe


Schneekrabben haben in der koreanischen Kultur einen ganz besonderen Platz. Diese winterliche Delikatesse, die man dort als „Daegae“ bezeichnet,...
Mehr lesen


Ein gutes Jahr für den Weißfisch-Fang 2 Minuten

  Jul 06, 2016

Weißfisch hat 2016 einen guten Saisonstart gehabt. Am europäischen Markt konnten mehr hochwertiger Atlantik-Kabeljau und Schellfisch angeboten werden als im vergangenen Jahr – besonders von den zwei größten Bezugsquellen, der Barentssee und den isländischen Fischereien.

Der Anstieg des Kabeljauangebots in Europa geht hauptsächlich auf isländische Fänge zurück, da die dortige Fangquotenbestimmung (Harvest Control Rule, HCR) für 2015/2016 die Fangquote von 239.000 metrischen Tonnen um 10 % aufgestockt hat. Demnach wurden laut offiziellen Regierungsstastiken in den vergangenen 12 Monaten (Mai 2015 – April 2016) 253.789 Tonnen Kabeljau angelandet. Das entspricht einem Anstieg von 6 % innerhalb eines Jahres.

Mittlerweile hat die norwegisch-russische Fischfang-Kommission die Fangquote für Kabeljau in der Barentssee auf 894.000 metrische Tonnen festgesetzt und dabei die Empfehlungen des Internationalen Rats für Meeresforschung (International Council for Exploration of the Seas, ICES) berücksichtigt. Die insgesamt zulässige Fangmenge (total allowable catch, TAC) liegt damit auf dem Vorjahresniveau.

Norwegen ist der größte europäische Anbieter von Kabeljau. Sein aktueller Anteil am Gesamtfangvolumen in der Barentssee beträgt 401.240 metrische Tonnen – also genauso viel wie im letzten Jahr. Die Hauptfangsaison beginnt für dieses skandinavische Land im Januar und geht bis April. Die ganze Küste entlang gehen dann eine große Anzahl von Schiffen auf Kabeljaufang. Die größten Fangmengen werden allerdings bei den Lofoten im Norden des Landes erzielt.

Pittman Seafoods versorgt sich sowohl mit einfach als auch doppelt gefrorenem Atlantischen Kabeljau aus Island, Norwegen und Russland, und es bietet sowohl Produkte mit dem Gütesiegel des Marine Stewardship Council (MSC) als auch nicht zertifizierte Produkte an.

AUFSCHWUNG BEI SCHELLFISCH

Auch bei Schellfisch zeichnet sich ein ähnlich positives Bild ab. Die Fangquoten für die Barentssee und Island wurden für dieses Jahr wieder erhöht, was den rückläufigen Trend beider Fischereien wieder umkehrt.

Demnach dürfen die isländischen Fischer im Fangquotenjahr 2015/2016 wieder 40.000 metrische Tonnen Schellfisch fangen, also beinahe 10.000 Tonnen mehr als in der letztjährigen Fangsaison. Auch hier wird der Anstieg durch Regierungsstatistiken belegt, demzufolge in den vergangenen 12 Monaten 41.735 metrische Tonnen Schellfisch angelandet wurden, was einer Zuwachsrate von 19 % innerhalb eines Jahres entspricht. Die Gesamtmenge an Bodenfischen, die Island in diesem Zeitraum gefangen hat, ist um 6 % auf 450.586 metrische Tonnen angestiegen.

Die Fangquote für Schellfisch in der Barentssee wurde für 2016 um 21.000 metrische Tonnen auf 244.000 heraufgesetzt, was deutlich über der ICES-Empfehlung von 223.000 metrischen Tonnen liegt. Die TAC liegt damit um 65.000 metrische Tonnen über der insgesamt zulässigen Fangmenge vor zwei Jahren. Dieses Jahr beträgt der TAC-Anteil Norwegens 118.700 metrische Tonnen und Russland darf 125.300 metrische Tonnen Schellfisch fangen.

NORDSEE BEINAHE WIEDER ERHOLT

Auch für die Nordsee bestehen gute Gründe für Optimismus. Dank erheblicher Schutzbemühungen seitens der Fischindustrie und anderer Interessenvertreter werden die dortigen Kabeljaubestände nicht mehr als stark bedroht angesehen.

Ausgehend von einem Spitzenvolumen von 270.000 metrischen Tonnen ausgewachsenen Kabeljaus in den Siebzigerjahren, sanken die Nordseebestände auf lediglich 44.000 metrische Tonnen im Jahr 2006 ab, konnten sich aber zwischenzeitlich wieder erholen, sodass sie letztes Jahr etwa 149.000 metrische Tonnen ausmachten.

Da mit einem weiteren Anwachsen der Bestände zu rechnen ist, bereitet sich die Nordseefischerei augenblicklich darauf vor, nach MSC-Standards bewertet zu werden, und könnte dann schon nächstes Jahr entsprechend zertifiziert sein.

Die TAC für Nordsee-Kabeljau und -Schellfisch, die Norwegen sich mit der EU teilt, wurde dieses Jahr auf 33.651 metrische Tonnen bzw. 61.933 metrische Tonnen heraufgesetzt.

WELTWEIT GESTIEGENES ANGEBOT

In globaler Hinsicht wird sich, nach den neuesten Schätzungen des Groundfish-Forums, das Gesamtangebot an Atlantischem Kabeljau von 1.292.000 metrischen Tonnen im Vorjahr auf 1.297.000 metrische Tonnen 2016 erhöhen. Gleichzeitig wird die Versorgung mit Schellfisch von 344.000 metrischen Tonnen im letzten Jahr auf 366.000 metrische Tonnen anwachsen.

Zu guter Letzt wird auch für den Pollack-Fang ein weltweiter Zuwachs erwartet, und zwar von 150.000 metrischen Tonnen auf 3.505.000 metrische Tonnen in diesem Jahr. Der größte Anteil von Pittmans Pollack wird im nordöstlichen und nordwestlichen Pazifik gefangen.


Comments