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Warum es bei den Preisen für Lachs so große Schwankungen gab 2 Minuten

  Okt 30, 2017

Nur sehr wenige Arten von Fisch und Meeresfrüchten können sich als Konsumgut auf dem gleichen Niveau von Angebot und internationaler Nachfrage messen wie der gezüchtete Atlantische Lachs. Durch die zunehmende weltweite Nachfrage nach diesem Fisch stieg die Produktion der Lachszuchtindustrie seit 1995 um 384 % an und wächst jährlich um 8 %.

Im vergangenen Jahr wurde jedoch ein Rückgang des weltweiten Gesamtfangs verzeichnet – von einer Rekordzahl von 2,3 Millionen Tonnen im Jahr 2015 auf weniger als 2 Millionen Tonnen. Viele Interessensvertreter des Sektors erwarten für die Produktion von 2017 nur eine geringe Steigerung nach diesem Rückgang und keine nennenswerte Angebotssteigerung für mindestens ein weiteres Jahr.

Der Preis für den Lachs ging zusammen mit dem einiger anderer großer Nahrungsquellen aus tierischen Proteinen, wie Schwein und Lamm, in den letzten paar Jahrzehnten relativ gesehen zurück. In letzter Zeit ist der Preis für Lachs jedoch stärker gestiegen als für andere Proteine. Die hohen Preise und die abnehmende Verfügbarkeit von Lachs führten mitunter dazu, dass viele Käufer und Verarbeiter wichtiger Märkte Bestellungen nur schwer durchführen konnten.

DIE HÜRDEN DER BIOLOGIE

Die naheliegenden Fragen wären, warum geschieht das dem Lachssektor und noch genauer, warum produzieren Lachszüchter nicht einfach viel mehr Fisch, um die Stagnation des Angebots und das Problem mit dem Preis zu lösen? Es gibt mehrere Gründe für diese Angebotsentwicklung. Am meisten wird sie von natürlich auftretenden biologischen Herausforderungen in den wichtigen Zuchtgebieten beeinflusst – vor allem dem Seeläusebefall in Norwegen und den Algenblüten in Chile. Bisher waren diese beiden Länder für ungefähr zwei Drittel der weltweiten Lachsproduktion verantwortlich, aber beide Länder verzeichneten im Jahr 2016 einen Rückgang der Produktion um jeweils 100.000 Tonnen.

Es gab und gibt auch immer noch ein paar gute Nachrichten zur Steigerung des Lachsangebots auf dem Markt, wie eine höhere Produktion in Schottland und Kanada, doch konnte diese erhöhte Produktion den Gesamtrückgang im letzten Jahr kaum ausgleichen. Aus der Verbindung zwischen einer reduzierten Verfügbarkeit und einer noch nie dagewesenen Nachfrage nach Lachs ist also ein „perfekter Sturm“ entstanden, wodurch die Lachspreise in den letzten 12 bis 18 Monaten häufig um 40 bis 50 % höher als noch vor ein paar Jahren waren.

RISIKOREDUKTION

Es besteht allgemeiner Konsens im Sektor Lachszucht darüber, dass es zwar möglich ist, einige Herausforderungen in der Produktion zu bewältigen, die gesamte Industrie aber ein Produktionsvolumen erreicht hat, wo biologische Grenzen verschoben werden. So ist ein zukünftiges Wachstum nur durch einen radikalen technologischen Fortschritt, die Entwicklung verbesserter pharmazeutischer Produkte und die Einführung nicht-pharmazeutischer Techniken sowie durch verbesserte Branchenvorschriften und unternehmensübergreifende Zusammenarbeit möglich.

Die Lachsindustrie als technologischer Vorreiter in der Aquakultur sollte eine gewisse Sicherheit bieten. Viele der führenden Akteure suchen durch hohe Investitionen neue Produktionsbereiche, alternative Futterquellen, neue Technologien usw., die dabei helfen, die biologischen Herausforderungen kosteneffizient zu meistern und dem Markt mehr Stabilität zu geben. So haben zum Beispiel die meisten großen Produzenten Projekte in Planung oder in der Erprobungsphase, die speziell darauf abzielen, die Produktion zu steigern, ohne dabei die Meeresumwelt zu beeinträchtigen oder die Fische biologischen Herausforderungen wie Seeläusen auszusetzen. Zu diesen Konzepten gehören eingebundene Technologien, vollständig untertauchbare Anlagen, die den rauesten Wetterbedingungen an abgelegenen Orten standhalten, und Zuchtanlagen an Land.

Nur die Zeit wird zeigen, welche und ob diese Innovationen auf den Markt kommen. Es herrscht jedoch eine Entschlossenheit in der Branche, die Lachszucht schnell wieder auf einen Wachstumstrend hinzuführen, wodurch die Preise hoffentlich entsprechend sinken.

KURZFRISTIGE PROGNOSE

Es ist klar, dass die Preise relativ schnell steigen und sinken können. Es bleiben Seeläuse, Algenblüten und andere biologische Herausforderungen sowie unerwünschte Kräfte, mit denen gerechnet werden muss, und nicht zuletzt die schnell wachsende Nachfrage nach Lachs aus bestehenden und neuen Gebieten. Dadurch können wir nicht vorhersagen, was die Zukunft bringt.

Pittman Seafoods hat sich verpflichtet, den Markt intensiv zu verfolgen, flexibel zu sein und sich den Marktpreisen anzupassen.


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