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Nachhaltige Lieferkette von Fisch und Meeresfrüchten garantieren 2 Minuten

  Feb 10, 2015

Privatwirtschaftliche Normen und Zertifizierungsregeln haben sich in den vergangenen zwanzig Jahren zu wichtigen Faktoren im internationalen Handel mit Fisch entwickelt. Diese Phänomene tauchten vor allem in Bereichen auf, in welchen der Eindruck entstanden war, dass der Bestimmungsrahmen im weiteren Sinne, nicht die erwarteten Ergebnisse erzielen konnte, soweit es die Aspekte Nachhaltigkeit sowie eine verantwortungsvolle Fischerei betraf.

Anfänglich wurden bestimmte Normen eingeführt, um Unvollkommenheiten anzugehen, das Problem der Überfischung von Wildfischbeständen sowie einer fehlenden Politik im Anpacken dieser Missstände zu lösen. Diese Normen entpuppten sich später als ein Mechanismus, mit dem große Händler und Handelsmarken ihre Forderungen im Hinblick auf Rohstoffe, auf andere Aspekte der Lieferkette erweitern konnten. So wurde es für Lieferanten erforderlich, ihre Produkte in Bezug auf bestimmte soziale Kriterien und Umweltkriterien zu kontrollieren.

Diese Normen wurden immer ausführlicher, um somit auf weitere bedeutende Aspekte eingehen zu können, wie die Rückverfolgbarkeit und Transparenz im Produktionsprozess. Der nächste Schritt, die Gewährleistung der Zertifizierung gemäß einer Umweltnorm oder eines Ökolabels, hat dazu beigetragen, den Druck von Seiten der Umweltgruppierungen und der Medien zu reduzieren. Händler und Marken waren schließlich der Ansicht, dass die  Zertifizierung ihnen dabei half, auf die steigende Nachfrage des Verbrauchers nach ethischen Produkten einzugehen.

Ermutigt durch diese Erfolge, haben sogar große Akteure damit begonnen, die gleichen Garantien im Bereich der Nahrungsmittelsicherheit, Qualität und ökologischen Nachhaltigkeit für die Aquakultur zu fordern. Aus diesem Grund enthält die Fisch-Lieferpolitik der meisten Händler nun eine Nachhaltigkeitskomponente und Zielvorgaben, um eine bestimmte Menge wild gefangenen Fischs gemäß eines Ökolabels zu zertifizieren und, um Zuchtfisch und Meeresfrüchte auf der Grundlage von Zertifizierungsregeln für Aquakultur auszuzeichnen.

BEST-PRACTICE FÜR FISCHEREIEN UND FISCHZUCHT

Pittman ist ein bedeutender Lieferant von Fisch und Meeresfrüchten und kauft alle seine Produkte in verantwortungsvoller Weise ein. Pittman weiß immer genau, woher sein Fisch stammt und bemüht sich, um Fisch zu verarbeiten, der aus unabhängig zertifizierten Fischereien stammt oder mit einem Ökolabel versehen ist, das den/die nachhaltige/n Fang oder Produktion garantiert.

Die bekannteste Zertifizierung ist vermutlich die Fischereinorm des Rats zum Erhalt der Meere (MSC – Marine Stewardship Council), die bestimmt, ob eine Fischerei bestandserhaltend bewirtschaftet wird und nachhaltig arbeitet oder nicht. Alle Fischereien, die in Wildfang Meeres- oder Süßwasserlebewesen fangen, einschließlich derjenigen, die in Fischfutter und Fischöl verarbeitet werden, können zertifiziert werden. Zurzeit werden weltweit über 15.000 verschiedene, mit einem MSC-Siegel zertifizierte Produkte verkauft.

Ein weiteres Zertifizierungsmodell für Wildfang ist das Iceland Responsible Fisheries (IRF)-Programm. Mithilfe des IRF können isländische Fischereien die Kriterien der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) zur Erzielung einer glaubwürdigen Zertifizierung kosteneffizient erfüllen. Sobald diese bestätigt ist, nimmt die Fischerei an einem Programm teil, in dem sie jedes Jahr evaluiert wird, um die Zertifizierung aufrechtzuerhalten. Alle fünf Jahre muss die Zertifizierung erneuert werden. Die IRF-Zertifizierung garantiert sowohl den Käufern sowie den Verbrauchern von isländischem Fisch, dass die Produkte aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Fischereien stammen. Zurzeit beschäftigt man sich mit der Zertifizierung für isländischen Kabeljau, Schellfisch, Seelachs und Rotbarsch.

Der Aquaculture Stewardship Council (ASC) ist, der Name lässt es vermuten, ein Zertifizierungs- und Gütesiegel-Programm für verantwortungsvoll gezüchtete/n Fisch und Meeresfrüchte. Seine wichtigste Aufgabe ist die Wahrung der weltweiten Normen für eine verantwortungsvolle Aquakultur, die durch die WWF moderierten Aquakultur-Dialoge formuliert wurden. Die ASC-Norm basiert auf den ISEAL-Richtlinien. Sie sind Multi-Stakeholder, transparent und beruhen auf wissenschaftlichen Erfolgsmessungen. Das ASC-Siegel wurde erst 2010 eingeführt. Weltweit wurden jedoch bereits über 1000 Produkte wie Lachs, Tilapia, Garnelen und Pangasius nach ASC-Standards zertifiziert..

Da Nachhaltigkeit ein wesentlicher Baustein für unsere DNA ist, liefern und kaufen wir Produkte mit einer MSC-, ASC- oder IRF-Zertifizierung oder anderen Siegeln, wie GlobalGAP.

Darüber hinaus können wir Fisch und Meeresfrüchte liefern, die kein Ökolabel tragen, deren Nachhaltigkeit jedoch wissenschaftlich bewiesen ist. Weitere Informationen.


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