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Was ist das Besondere an Omega-3-Fettsäuren? 2 Minuten

  Jul 19, 2017

Wir werden in der Gesellschaft regelmäßig daran erinnert, dass eine gesunde und ausgewogene Ernährung das Risiko für Krankheiten reduziert und sie dadurch einerseits sehr wichtig für einen gesunden Lebensstil ist und andererseits eine positive Auswirkung auf den Alterungsprozess hat. Wir werden auch immer mehr darüber informiert, dass Nahrungsmittel, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind, einen wichtigen Teil einer gesunden Ernährung ausmachen. Was aber sind Omega-3-Fettsäuren und wie viel davon benötigen wir?

Mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäuren sind im Grunde gesunde Fette, die wichtig für die Funktion und Versorgung des menschlichen Gehirns sowie für das Wachstum und die körperliche Entwicklung sind. Sie geben uns in allen Lebenslagen wichtige Unterstützung – vom ungeborenen Baby über das Stillen bis hin zu den Senioren unter uns.

Forschungsergebnisse zeigen außerdem, dass Omega-3-Fettsäuren Entzündungen reduzieren können und sogar dazu beitragen könnten, das Risiko für chronische Erkrankungen, wie Herzerkrankungen, Krebs und Arthritis, zu senken. Wissenschaftliche Erkenntnisse weisen des Weiteren zunehmend darauf hin, dass sie die Gesundheit des Auges effektiv unterstützen und dazu beitragen können, Depressionen und Angstzustände zu bekämpfen. Es werden aktuell wichtige Untersuchungen durchgeführt, die potentielle Rolle der Omega-3-Fettsäuren bei der Vorbeugung der Alzheimer-Krankheit zu untersuchen.

GESUNDER ANSATZ

Es gibt drei Hauptarten von Omega-3-Fettsäuren: Alpha-Linolensäure (ALA), Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) – alle drei sind leicht in Lebensmitteln anzutreffen. Der Grund dafür ist, dass der menschliche Körper die meisten Arten von Fetten, die er braucht, aus anderen Fetten oder Rohmaterialien gewinnen kann, Omega-3-Fettsäuren kann er aber nicht herstellen. Glücklicherweise gibt es haufenweise natürliche Nahrungsquellen für diese essentiellen Fette für uns. ALA kommt auf natürliche Weise in bestimmten Pflanzen, Nüssen und Samen vor, die reichhaltigsten Lieferanten für EPA und DHA sind hingegen Fisch und Meeresalgen. Daher erhalten auch die Fische diese Fettsäuren in der Nahrungsmittelkette.

Den höchsten EPA- und DHA-Gehalt haben fettreiche Fische, wie die Makrele, der Hering oder der Lachs. Deshalb empfehlen viele Gesundheitsbehörden weltweit den regelmäßigen Verzehr dieser allgemein verfügbaren und erschwinglichen Fische. Auch Weißfische enthalten Omega-3-Fettsäuren, aber ihr Gehalt ist sehr viel geringer, als der bei fettreichen Fischen.

UNTER DEM EMPFOHLENEN WERT

Obwohl es keine empfohlene Standardmenge von Omega-3-Fettsäuren für das Wohlbefinden des Menschen gibt, geben viele Gesundheitsorganisationen eine tägliche Menge von 250 bis 500 Milligramm (mg) EPA und DHA für gesunde Erwachsene an. Allgemein wird die Ansicht vertreten, dass höhere Mengen von 1.000 bis 2.000 mg zur Vorbeugung von Gedächtnisverlust, Depression und Herzproblemen helfen. Mit einem normalen Zuchtlachsfilet (150 g), das ungefähr 500 mg EPA und DHA enthält, kann dieser Ratschlag in der Praxis umgesetzt werden. Mit einigen Abänderungen können wir sicherstellen, dass unser Körper die ausreichende Menge an Omega-3-Fettsäuren erhält, nämlich dadurch, Fisch und Meeresfrüchte mindestens zwei- bis dreimal in der Woche in unserem Speiseplan einzubinden.

Trotz der weitgehend belegten Vorteile einer angemessenen Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren wird in vielen Ländern weniger als die empfohlene Menge konsumiert, sogar wenn der wachsende Markt für Omega-3-Nahrungsergänzungsmittel miteinbezogen wird – schätzungsweise nehmen über 20 Millionen Menschen regelmäßig diese Ergänzungsmittel ein.

Tatsächlich zeigt eine kürzlich durchgeführte, weltweite wissenschaftliche Studie zum EPA- und DHA-Vorkommen im Blutkreislauf von gesunden Erwachsenen auf, dass die Omega-3-Werte in den meisten Ländern und Regionen der Welt niedrig bis sehr niedrig sind. Laut diesem Bericht lag vor allem in den westlichen Ländern der Omega-3-Wert im Blut bei unter 4 %, viel weniger als der empfohlene gesunde Bereich von 8 bis 12 %. Zu den Regionen mit akzeptablen Werten gehörten das Japanische Meer, Skandinavien und Gebiete mit indigener Bevölkerung oder einer Bevölkerung, die die westlichen Essgewohnheiten noch nicht gänzlich angenommen hat.

DIE KLÜGERE WAHL

Trotzdem leben wir in einem Zeitalter des wachsenden Konsumentenbewusstseins in Bezug auf die Vorteile, einen gesunden Lebensstil anzunehmen, und eine Ernährungsweise mit einer angemessenen Menge an gesundheitsfördernden Omega-3-Fetten ist eine einfache Wahl, die jeder von uns treffen kann. Wir finden nämlich alles in der großen Auswahl an köstlichen und nahrhaften, nachhaltig gefangenen oder verantwortungsbewusst gezüchteten Fischen, die in unseren Geschäften und auf den Speisekarten unseres Lieblingsrestaurants zu finden ist.


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