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Positive Wachstumsprognosen für norwegischen Lachs über das Jahr 2015 hinaus 2 Minuten

  Apr 13, 2015

Seit Norwegen erstmals in den 1970er Jahren bahnbrechende Erfolge mit Fischzuchten im Meer erzielen konnte, hat es seine Spitzenposition als führender Hersteller von Atlantischem Lachs (Salmo salar) immer beibehalten. Gezüchtet in den kalten Fjorden und Küstengewässern Norwegens, macht der Lachs mehr als die Hälfte des gesamten Exportvolumens aller Fischprodukte aus, die das Land produziert.

Auch das letzte Jahr war für Norwegens Lachsindustrie bemerkenswert erfolgreich, konnte doch der bis dato beste Exportwert erzielt werden. Doch während die meisten Akteure noch stolz auf ihre Erfolge in 2014 zurückblicken, sind sie gleichzeitig auch zuversichtlich, in diesem Jahr und 2016 ebenso starke Ergebnisse abliefern zu können.

Gemeinsame Prognosen von Norwegens führenden Herstellern zeigen, dass in diesem Jahr mit einem Produktionswachstum von zwischen 4 und 5 Prozent gerechnet werden kann, d. h. mit mehr als 1,1 Millionen metrischen Tonnen. Eine ähnliche Wachstumsrate wird auch für 2016 erwartet.

Die norwegischen Fangmengen sind derzeit doppelt so hoch wie die von Chile, das im weltweiten Vergleich aller Lachs produzierenden Länder Rang zwei belegt.

BAHNBRECHENDE REKORDE

Die hervorragende Performance der norwegischen Lachsindustrie verdankt sie weitestgehend gesteigerten Produktionsmengen, nachhaltig stabilen Preisen und einer anhaltend hohen Nachfrage. So konnten allein letztes Jahr 999.000 metrische Tonnen Lachs exportiert werden, was einer Zuwachsrate von 4 Prozent des Gesamtexports von 2013 entspricht. Laut Auskunft des Norwegischen Gremiums für Fischfang und Fischzucht (Norwegian Seafood Council, NSC) haben diese Exporte im letzten Jahr einen Gesamtwert von NOK 43,9 Milliarden (EUR 5,1 Milliarden/ USD 5,8 Milliarden) erreicht, was eine 11-prozentige Steigerung gegenüber 2013 ausmacht. Schon der damalige Export hatte mit einem Wert von NOK 39,8 Milliarden (EUR 4,7 Milliarden/ USD 5,2 Milliarden) einen neuen Rekord aufgestellt, der den aus dem Jahr 2012 um 35 Prozent übertraf.

Die EU blieb auch letztes Jahr der wichtigste Absatzmarkt für frischen, ganzen Lachs aus Norwegen. Insgesamt wurden 720.000 metrische Tonnen importiert, und damit 11 Prozent mehr als im Vorjahr. Laut NSC ist dieser Anstieg der EU-Nachfrage nach norwegischen Lachsexporten auch auf das noch andauernde Handelsembargo gegenüber Russland zurückzuführen, das im August 2014 in Kraft getreten ist.

WEITREICHENDE MÄRKTE

Ebenso wie letztes Jahr das Liefervolumen nach Europa vergrößert werden konnte, waren Norwegens Lachsexporteure auch äußerst erfolgreich darin, das Handelsaufkommen mit den US-amerikanischen und asiatischen Märkten zu erhöhen. So wurden von den Vereinigten Staaten norwegischer Lachs im Wert von NOK 1,9 Milliarden (EUR 222,1 Millionen/ USD 248,9 Millionen) importiert, was einer Steigerung von 64 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert entspricht. Die Gesamtsumme enthält zudem 8.000 metrische Tonnen frischen, ganzen Lachs – ein Produkt, auf das bis zum Jahr 2012 Antidumping- und Ausgleichszölle erhoben wurden.

Im gleichen Zeitraum wurde in Asien Lachs im Wert von NOK 6,6 Milliarden (EUR 771,6 Millionen/ USD 864,7 Millionen) importiert, und damit 16 Prozent mehr als im Vorjahr. Hongkong und Südkorea waren dabei die asiatischen Märkte, in denen im letzten Jahr die Nachfrage nach Lachs am deutlichsten gestiegen ist.

Laut NSC kommen augenblicklich mehr als 100 Länder weltweit in den Genuss von norwegischem Lachs.

GLOBALE PERSPEKTIVE

Aus globaler Sicht, und katastrophenbedingte Produktionsausfälle sind hierbei ausgenommen, darf in der weltweiten Lachsproduktion mit einer Wachstumsrate von etwa 3 Prozent gerechnet werden, was für dieses Jahr noch etwas weniger als 2,3 Millionen metrische Tonnen bedeutet, doch für 2016 bereits mehr als 2,4 Millionen.

Der Weltmarkt für dieses Produkt wird gegenwärtig auf einen Wert von NOK 70 Milliarden (EUR 8,2 Milliarden/ USD 9,2 Milliarden) geschätzt.

Pittman Seafoods kauft Lachs sowohl in Norwegen wie auch in Chile, wo sich eine unternehmenseigene Verarbeitungseinheit befindet. Weiterführende Informationen dazu unter www.omegacfoods.com.


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